Phosphorsäuregewinnung aus sekundären und primären Quellen
Phosphorsäuregewinnung aus sekundären und primären Quellen 

Initiative Sauberer Phosphor 2029

Leitsätze

1. P-Rückgewinnungsziele erreichen
 

Die in der Klärschlammverordnung festgelegten Ziele und Absichten zur Rückgewinnung von Phosphor sind richtig.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren mit denen die festgelegten Ziele und Absichten zur P-Rückgewinnung entsprechend der Klärschlammverordnung erreicht werden.

 

2. Schadstoffe auf den Feldern, in Böden und Gewässern reduzieren
 

Ein Nachhaltigkeitsziel der Vorgaben zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und deren Aschen ist es, die Anreicherung von Schadstoffen in der Umwelt zu beenden. Auch geringe Mengen an Schadstoffen wie Schwermetallen akkumulieren langfristig in den Böden sowie den Grund- und Oberflächengewässern und belasten damit zukünftige Generationen.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren die keine zusätzliche Akkumulation von Schadstoffen auf den Feldern, Äckern und Anbauflächen verursachen.

 

3. Qualitätsgesicherte Phosphor-Rückgewinnung
 

Die Zusammensetzung von Klärschlämmen ist bereits heute je nach Belastung der städtischen Ballungsräume mit Industrie, Verkehr und Abwässern aus Haushalten unterschiedlich. Durch demografischen Wandel, industrielle Transformationsprozesse und Anpassungen an den Klimawandel werden hier mittel- bis langfristig weitere Verschlechterungen entstehen und dadurch die Rückgewinnung von sauberem Phosphor erschweren.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren, die eine qualitätsgesichert Phosphor-Rückgewinnung auch bei unterschiedlichen Zusammensetzung und hohen Schadstoffbelastung des Ausgangsmaterials ermöglichen.
 

4. Heimische P-Quellen nutzen, nachhaltige Lieferketten sichern
 

Die Versorgungssicherheit mit Phosphor ist wichtiger denn je.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren, welche durch Nutzung heimischer Quellen die Unabhängigkeit von Phosphor-Importen fördern.
 

5. P-Produkte mit Nutzwert und Nachfrage
 

Die moderne Landwirtschaft benötigt hochspezialisierte Düngemittel, bei denen die Freigabe der Nährstoffe effizient gewährleistet wird und die Düngewirkung außerfrage steht. Ausgangs- und Einsatzstoffe für Düngemittel, die diese Kriterien nicht erfüllen, diskreditieren den Einsatz von recycelten Phosphaten.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren, die saubere und universell einsetzbare, marktgängige Phosphorprodukte erzeugen, die in den etablierten Strukturen der phosphorverarbeitenden Industrie benötigt und weiterverarbeitet werden.
 

6. Schadstoffe dem Stoffkreislauf entziehen
 

Rest- und Schadstoffe aus Industrie und Haushalten werden flächendeckend über Abwassersysteme gesammelt und abgeleitet. Diese akkumulieren im Klärschlamm der Abwasseraufbereitungsanlagen, welcher somit deren Schadstoffsenke darstellt. Der Logik folgend dürfen im Zuge einer Weiterverarbeitung der Klärschlämme und insbesondere deren Aschen die darin nochmals aufkonzentrierten Schadstoffe nicht dem Stoffkreislauf rückgeführt werden.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren, welche die Schadstoffe dem Stoffkreislauf entziehen.
 

7. Separate Rückgewinnung auch anderer Wertstoffe
 

Neben Phosphor sind weitere werthaltige Rohstoffe wie u. a. Kupfer, Eisen und Aluminium in Klärschlämmen und in Klärschlammaschen enthalten.

Die „Initiative Sauberer Phosphor 2029“ steht darum für Phosphorrecycling-Verfahren, die eine Rückgewinnung möglichst vieler werthaltiger Inhaltsstoffe ermöglichen.

[RL] 02.06.2022, 13:19 Uhr

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